Samstag, 30. Juli 2016

27.07.16 – Von Cape Tribulation nach Yungaburra


Heute haben wir uns vorgenommen, ganz zeitig aufzustehen, um den Sonnenaufgang am Strand zu bewundern. Um 5:45 Uhr klingelt der Wecker. Tapfer schlüpfen wir in unsere Sachen und fahren mit dem Auto noch bei Dunkelheit zum Strand. Tja, leider will uns die Sonne den Gefallen heute nicht tun – der Himmel ist mit dicken Wolken verhangen. Trotzdem bleiben wir, man weiss ja nie. So gelingen mir wenigstens ein paar dramatische Wolkenhimmel-Fotos am Strand.

Nach der Rückkehr auf der Farm gibt es Frühstück, danach packen wir unsere Sachen zusammen und machen uns auf den Weg. Zum Abschied dürfen wir nun doch noch ein Kasuar-Pärchen im Regenwald dicht an der Straße beobachten. Inzwischen hat es angefangen, ordentlich zu regnen.



Wir fahren über kurvenreiche Landstraßen in die Berge, das Landschaftsbild ändert sich vom tropischen Regenwald in von Landwirtschaft geprägte Gras- und Waldgebiete. Es wird auch kühler. Bei einem Zwischenstopp in dem Dörfchen Mount Molloy gibt es einen leckeren Bagel aus Zutaten aus rein biologisch-organischem Anbau und einen lokal angebauten Kaffee.

Ein weiterer Zwischenstopp gilt einem majestätischen Baum, einem "Curtain Fig Tree", also einem Feigenbaum, der mit seinen Luftwurzeln einen undurchdringlichen Vorhang gebildet hat. Beeindruckend!
Außerdem hüpft hier ein Wallaby, also ein Miniatur-Känguru durch das Gebüsch. Es trägt sogar ein "Joey" - so nennt man hier die Baby-Kängurus im Beutel - mit sich herum.  

Unser Ziel der Etappe heißt Yungaburra. Vor tausenden Jahren hat es hier vulkanische Aktivität gegeben, man kann jetzt noch kegelförmige Berge und Kraterseen in der Gegend bewundern. Unsere Unterkunft heißt „Eden Retreat“ und ist wirklich schick – schade, dass wir nicht länger bleiben, sondern schon morgen weiter fahren werden.

Wir schlendern etwas durch den Ort und legen uns am Abend an einem kleinen Flüsschen auf die Lauer, um ein seltenes Tier zu beobachten, ein Platypus, oder Schnabeltier. Diese sind zwar Säugetiere, legen aber Eier in einer Bruthöhle unter der Erde, welche das Weibchen dann mit der Körperwärme ausbrütet. Nach dem Schlüpfen werden die Jungen an den Milchdrüsen des Muttertiers gesäugt. Die Schnabeltiere leben an Gewässern und ernähren sich von Insekten, Larven und kleinen Krebsen, welche sie im Wasser fangen. Tatsächlich können wir in der Abenddämmerung ein Platypus im Fluss beobachten.

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