Dienstag, 16. August 2016

14.08.16 – Tag +6 der „Inselzeit“



Sonntag. Das ist ein Ruhetag auf den Cook Inseln. Die Leute gehen zur Kirche, alle Läden haben zu. Nach so viel Sonne in den letzten Tagen ist es heute sehr wolkenverhangen, in der Ferne über dem Meer sehen wir Regen herunter gehen. Wir verbringen den Vormittag auf der Veranda und schauen, ob ein Wal hinter dem Riff im offenen Meer vorbei kommt. Im Moment ist ja Saison. Mit einem kleinen Paddelboot fahre ich bis zum Riff, um noch ein wenig näher dran zu sein – aber kein Wal zu sehen.

So verbringe ich den Nachmittag mit Blog schreiben und Fotografieren von Muscheln auf unserer Veranda. Am Abend kann ich dann Mit Hilfe meines Tele-Objektivs in starker Vergrößerung dann doch noch in der Ferne Wal-Rücken im Wasser ausmachen – immerhin! Am Abend lockert der Himmel etwas auf und beschert uns einen grandiosen Sonnenuntergang. Unseren letzten Abend auf Aitutaki verbringen wir nach dem Abendessen mit einer Flasche Wein am Strand und schauen in den Mond und die Sterne.

13.08.16 – Tag +5 der „Inselzeit“



Ich werde um 5:30 Uhr wach, draußen ist es noch dunkel, die Sterne am Himmel sind noch zu sehen. Ich mache mich mit Fotorucksack und Stativ auf den Weg zum Berg, um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Es gelingen mir ein paar schöne Fotos, und die Mücken feiern ein Fest – trotz Spray.

Nach der Rückkehr gibt es Frühstück mit Pancakes und Obst, dann geht es auf Lagunen - Tour mit „The Vaka Tours“ in einem Katamaran-Boot. Die Farben der Lagune sind atemberaubend.

Beinahe unwirkliche Blau- und Türkistöne des Wassers, der helle Sand, dazu die Palmen auf den sogenannten „Motu’s“, kleinen Inselchen auf dem Außenriff – das vermittelt ein Robinson Crusoe-Feeling.

Unser Boot stoppt auf einigen Motu’s und der Guide gibt uns Erklärungen, zum Beispiel über den Lebenszyklus der Kokospalme, dem Nutzen von Pandanus und über die Tierwelt.
Wir sehen sogenannte „Love Birds“, Krabben, die Kokosnüsse knacken können (wenn sie dann groß sind), und bei den Schnorchel-Stopps wieder die Riesen-Muscheln, große und kleine Fische.

Es gibt ein Barbecue- Lunch auf dem Boot mit Tunfisch- Steak und vielen leckeren Salaten.  Nach einem Stopp am „One Foot Island“ mit Schnorcheln und Wandern am Strand erhalten wir noch einen Stempel in unseren Reisepass. Das war ein toller Ausflug!
Ich habe ein neues Mantra für schlechte Tage:
AI – TU – TA – KI ! 
AITUTAKI!

12.08.16 - Tag +4 der „Inselzeit“



Heute geht es zeitig los, denn wir wollen den ersten Flug nach Aitutaki nehmen. Deswegen gibt es ein kurzes Frühstück mit Toast und Marmelade in unserem Bungalow, dann kommt schon der Transferbus. Wir fliegen heute mit Air Rarotonga, und zwar mit einer kleinen Embraer – die hat nur 12 Sitzplätze, plus 2 Piloten. Heute fliegen sogar nur 5 Gäste mit, so dass wir beinahe einen Privatflug haben. Ich darf ganz vorn in der ersten Reihe direkt hinter dem Copiloten sitzen.
Bei der Sicherheitsunterweisung (die Frage nach den Schwimmwesten bekommt hier eine neue Bedeutung) verspricht uns der Copilot ideale Flugbedingungen. Er hat nicht untertrieben. Die 50 Minuten Flugzeit sind ein echter Genuß – Sonne, blauer Himmel, weiße Wolken und strahlend blaues Meer – genial!
So haben wir auch einen guten Blick durch das Cockpit-Fenster nach vorn beim Landeanflug auf Aitutaki. Der Blick auf die angeblich schönste Lagune der Welt ist sehr vielversprechend. Die Insel ist ansonsten nur 7 x 2 km in der Ausdehnung, es leben 1600 Einheimische hier. Man kennt sich also…

Nach der Landung werden wir zum Tamanu Beach Resort an der Westküste gebracht. Wir beziehen einen umwerfenden Strand-Bungalow mit unverstelltem Blick auf das Wasser der Lagune und das Riff. Den Nachmittag verbringen wir am Strand mit Schnorcheln und Faulenzen.
Zum Sonnenuntergang wandere ich auf die mit 124 m höchste Erhebung der Insel, um Fotos von oben zu machen. Morgen werde ich den Aufstieg wiederholen und den Sonnenaufgang von hier oben ansehen, nehme ich mir vor. Nach dem Abendessen im Restaurant des Resorts gelingen mir noch ein paar sehr interessante Fotos am Strand im Mondlicht.

11.08.16 – Tag +3 der „Inselzeit“



Heute erlebe ich einen verregneten Sonnenaufgang, trotzdem fahre ich mit dem Moped an die Ostküste in der Hoffnung auf ein paar schöne Bilder. Naja. Der Regen will nicht aufhören und macht mir einen Strich durch die Rechnung…
Wir haben heute eine Wanderung mit Maori Guide „Pa“ in das Inselinnere geplant. Pa ist eine lokale Institution, wie man so schön sagt. Er ist ein Heiler, Naturheilkundler, sowie ein bekannter Langstreckenschwimmer. Inzwischen ist er 73 Jahre alt.

Er erzählt uns viele Geschichten aus seiner Vergangenheit, zum Beispiel, wie er bei einem Langstrecken-Schwimmwettbewerb von Rarotonga nach Tahiti schwamm. Auf dieser Strecke wurde er von einem Hai attackiert. Es seine aber viele Delphine erschienen, die den Hai vertrieben und ihn bis nach Tahiti eskortiert hätten. Dies sei sogar dokumentiert. Wir sind gern bereit, die Geschichte zu glauben.

So wandern wir in das Inselinnere. Am Weg stehen viele Pflanzen, deren Nutzen uns Pa erklärt. Vielfach dienen die Pflanzen auch zur Heilung von allerlei Krankheiten, auch von Tumoren. Doreen – Du hättest Deine Freude daran…




Nach unserer Wanderung gibt es bei Pa zu Hause noch ein Sandwich als Lunch, und wir erfahren noch mehr unglaubliche Geschichten aus Pa’s Leben. Das war ein toller Ausflug!

Strand und Schnorcheln steht für den Nachmittag auf dem Programm. Wie schön, das inzwischen die Sonne wieder da ist. So können wir mit dem Moped auch zum Sonnenuntergang an die Westseite der Insel fahren.
Zum Abendessen probieren wir heute mal Austern – meine Frau ist begeistert, ich selbst bin etwas verhalten. Es schmeckt nicht schlecht, aber ich kann nicht verstehen, warum manche Leute so einen Hype darum machen…

10.08.16 – Tag +2 der „Inselzeit“



Auch den heutigen Sonnenaufgang erlebe ich am Strand.
Nach dem Frühstück beschließen wir, ein Moped auszuleihen. Man muss dazu einen Internationalen Führerschein vorzeigen und wird belehrt, dass man ohne Helm maximal 40 km/h fahren darf (die maximal erlaubte Geschwindigkeit auf den Inselstraßen ist 50 km/h). 
Wir fahren eine Runde um die Insel, das sind 32 km. Einen Stopp machen wir in Avarua, dem Hauptort der Insel, und schauen uns in einer Perlen-Boutique um. Auf den Cook Inseln werden die schwarzen Perlen gezüchtet. Wir lassen uns erklären, dass eine Perle um die 18 – 24 Monate wachsen muss, bevor sie geerntet werden kann. Für die größten (über 1 cm Durchmesser) und ebenmäßigsten Exemplare werden dann auch entsprechende Preise von mehreren Hundert bis Tausend Dollar verlangt.

Zum Mittag holen wir uns ein Sandwich, dann gehen wir zum Schnorcheln an den Strand. Bei diesem guten Schnorchelrevier muss man die Möglichkeit ja nutzen…
Am späten Nachmittag unternehmen wir mit unserem Moped noch einmal eine Fahrt an die Westseite der Insel, um den Sonnenuntergang anzusehen.